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Physio-/
Ergotherapie
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gut fühlen







Ganzheitlichkeit

Ich habe lange mit mir gehadert, etwas Konkretes zum Thema Ganzheitlichkeit zu veröffentlichen. Schon allein aus dem Grund, weil sich mittlerweile fast jeder Ganzheitlichkeit auf die Fahnen schreibt und der Begriff schon regelrecht ein Modetrend geworden zu sein scheint. Schaut man aber genauer hin, wird in den wenigsten Fällen auch nur ansatzweise etwas praktiziert, was Ganzheitlichkeit auch nur im Mindesten gerecht werden kann. Auf diese Ebene möchte ich mein Team und mich nicht stellen. Aber ich möchte hier einen Standpunkt vertreten und klar Position beziehen.

 

Was genau versteht man überhaupt unter Ganzheitlichkeit? Was gehört dazu? Was macht Sinn oder nicht? Was sagt die Wissenschaft?

 

Wie mit fast allen Dingen im Leben kommt es immer auf den Standpunkt des Betrachters an. Verändert man auch nur geringfügig die Ausgangslage der Betrachtung, treten auf einmal ganz neue Aspekte und damit auch Möglichkeiten für eine Therapie auf. Aber wo fängt Ganzheitlichkeit an und wo hört sie auf? Im medizinischen Bereich fängt diese im Körper an. Die klassische Therapie im Bereich Physio- und Ergotherapie richtet sich zu allererst auf die körperliche Beschaffenheit des Menschen, die Physis. Gibt in irgendeinem Bereich des Körpers - aus welchem Grund auch immer - die Struktur nach oder geht kaputt, versucht man zu allererst diesen „Fehler“ zu korrigieren. Hiermit hört in den meisten Fällen die klassische Therapie auf. Im Vorfeld steht allerdings ein Punkt, von dem wir uns von den meisten Mitbewerbern unterscheiden: auf der Suche nach der Antwort, wodurch die Struktur beeinflusst wird, kommt man ganz schnell zu der Einsicht, dass an erster Stelle die Frage nach der Funktion stehen muss. Dies beschrieb schon Louis Sullivan 1896 in seinem Aufsatz "Die Funktion formt das Organ"! Vor diesem Hintergrund ist es unser Hauptanliegen, in der Therapie nicht die Struktur wiederherzustellen, sondern die ursprüngliche Funktion zu verbessern.

 

Betrachtet man nun den Körper weiter, wird man feststellen, dass verschiedene Funktionen sogenannte Funktionskreise bilden. Die verschiedenen Funktionskreise wiederum beeinflussen sich gegenseitig und sind voneinander abhängig. Alles im Körper ist mit allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass aufgrund dieser Komplexität nicht einfach eine Ursache-Folge-Kette aufgebaut werden kann. Nehmen wir hierzu das Beispiel Immunsystem: Die meisten Immunzellen werden aus den Stammzellen des Knochenmarkes gebildet, genauso wie die Blutzellen. Damit diese aktiv werden, müssen sie noch ein paar Hilfsmittel bekommen, zum Beispiel aus der Lunge. Ist die Lunge in Ihrer Funktion der Atmung beeinträchtigt, hat dies auch negative Auswirkungen auf unser Immunsystem. So kann z. B. regelmäßiges Rauchen nicht nur den Sauerstoffaustausch beeinflussen, sondern auch das Immunsystem nachhaltig schwächen; d. h. der Körper wird anfälliger für Krankheiten.

Das vegetative Nervensystem z. B. beeinflusst unter anderem die Grundspannung im Körper. So kann es vorkommen, dass immunologische Prozesse auch Auswirkungen auf unser Muskelsystem haben, was sich nicht selten durch Rückenschmerzen äußert...

Dieses Spiel komplexer Zusammenhänge kann man beliebig weiter spielen.

Zum Schluss steht die Erkenntnis "in omni totum": alles ist mit allem verbunden.

Welche äußerlichen Einflüsse wirken also auf unseren Körper so ein, dass sichtbare (oder fühlbare) Veränderungen auftreten? Hierzu gibt es unzählige Beispiele, von denen ich im Folgenden nur zwei anführen möchte.

  1. Die Ernährung 

"Du bist, was du isst" ist ein bekanntes Zitat, welches ich aus meinen Erfahrungen noch erweitern würde zu "Du bist, was du verdauen kannst"! Bezogen auf das Immunsystem können auch hier wieder entsprechende Zusammenhänge erläutert werden: letztendlich landet alles, was man sich einverleibt, im Darm. Der Darm gilt als größtes lymphatisches Organ und ist mit seiner Darmflora entscheidend für die Funktionalität des Immunsystems verantwortlich. Wie weit der Darm auch unser Verhalten beeinflusst, demonstriert die Dokumentation "Der kluge Bauch", welche auf "YouTube" zu finden ist.

  1. Der sogenannte Stress

Je nachdem, wie das persönliche Stressempfinden ist, kommt es im Körper zu unterschiedlichen Reaktionen. Wird der Stress zu groß, schüttet der Körper Cortisol aus. Dies kann positiv oder negativ empfunden werden. In der Fachsprache heißt dies Eustress (gut tuender Stress) bzw. Dysstress (nicht gut tuender Stress). Weiter oben ist beschrieben, wie dies wiederum unser Immunsystem beeinflusst. Der sogenannte Stress tritt in den unterschiedlichsten Bereichen auf. So können soziale Aspekte, z. B. Stress mit dem Lebenspartner oder mit Eltern, dem Arbeitgeber, usw. genauso wie thermischer Stress (Hitze oder Kälte) oder emotionaler Stress (Leistungsdruck, Ängste, …) den Körper beeinflussen.

 

Man sollte sich als Therapeut, Arzt, Heilpraktiker etc. also nicht nur mit Körperlichkeiten auskennen, sondern auch ein klein bisschen Psychologe sein, genauso wie Ernährungsberater, Physiker, Philosoph, Eheberater, Finanzberater, Politiker, Seelsorger, Pädagoge, Astrologe, Chemiker oder auch Rutengänger....

Für mich bedeutet Ganzheitlichkeit alles, was im Körper passiert und sich gegenseitig beeinflusst. Und alle Ebenen, welche von Außen auf uns einwirken, sprich das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele mit ihren Wechselwirkungen der Umwelt.

Zum Schluss bleibt nur noch die Erkenntnis, dass ein Mensch allein nie alles wissen kann und dass ein Menschenleben nicht ausreichen wird, alles zu lernen.

Deshalb behaupte ich, dass ich zwar einen ganzheitlichen Gedanken habe, aber ganzheitlich zu behandeln, nach allen genannten Aspekten und denen, welche ich evtl. vergessen habe, ist etwas zu groß gesprochen.

Egal, welcher Berufsgruppe man im Gesundheitsbereich angehört. Jeder versucht auf seine Weise den Patienten zu helfen. Alle verfolgen dasselbe Ziel. Aber was dem einen nützt, muss dem anderen noch längst nichts taugen. Wie Hanne Marquart einmal sagte: "Jedem Patienten das Seine, nicht das Gleiche"!

 

Ralf Möhler

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Ich habe lange mit mir gehadert, etwas Konkretes zum Thema Ganzheitlichkeit zu veröffentlichen. Schon allein aus dem Grund, weil sich mittlerweile fast jeder Ganzheitlichkeit auf die Fahnen schreibt und der Begriff schon regelrecht ein Modetrend geworden zu sein scheint. Schaut man aber genauer hin, wird in den wenigsten Fällen auch nur ansatzweise etwas praktiziert, was Ganzheitlichkeit auch nur im Mindesten gerecht werden kann. Auf diese Ebene möchte ich mein Team und mich nicht stellen. Aber ich möchte hier einen Standpunkt vertreten und klar Position beziehen.

 

Was genau versteht man überhaupt unter Ganzheitlichkeit? Was gehört dazu? Was macht Sinn oder nicht? Was sagt die Wissenschaft?

 

Wie mit fast allen Dingen im Leben kommt es immer auf den Standpunkt des Betrachters an. Verändert man auch nur geringfügig die Ausgangslage der Betrachtung, treten auf einmal ganz neue Aspekte und damit auch Möglichkeiten für eine Therapie auf. Aber wo fängt Ganzheitlichkeit an und wo hört sie auf? Im medizinischen Bereich fängt diese im Körper an. Die klassische Therapie im Bereich Physio- und Ergotherapie richtet sich zu allererst auf die körperliche Beschaffenheit des Menschen, die Physis. Gibt in irgendeinem Bereich des Körpers - aus welchem Grund auch immer - die Struktur nach oder geht kaputt, versucht man zu allererst diesen „Fehler“ zu korrigieren. Hiermit hört in den meisten Fällen die klassische Therapie auf. Im Vorfeld steht allerdings ein Punkt, von dem wir uns von den meisten Mitbewerbern unterscheiden: auf der Suche nach der Antwort, wodurch die Struktur beeinflusst wird, kommt man ganz schnell zu der Einsicht, dass an erster Stelle die Frage nach der Funktion stehen muss. Dies beschrieb schon Louis Sullivan 1896 in seinem Aufsatz "Die Funktion formt das Organ"! Vor diesem Hintergrund ist es unser Hauptanliegen, in der Therapie nicht die Struktur wiederherzustellen, sondern die ursprüngliche Funktion zu verbessern.

 

Betrachtet man nun den Körper weiter, wird man feststellen, dass verschiedene Funktionen sogenannte Funktionskreise bilden. Die verschiedenen Funktionskreise wiederum beeinflussen sich gegenseitig und sind voneinander abhängig. Alles im Körper ist mit allem verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass aufgrund dieser Komplexität nicht einfach eine Ursache-Folge-Kette aufgebaut werden kann. Nehmen wir hierzu das Beispiel Immunsystem: Die meisten Immunzellen werden aus den Stammzellen des Knochenmarkes gebildet, genauso wie die Blutzellen. Damit diese aktiv werden, müssen sie noch ein paar Hilfsmittel bekommen, zum Beispiel aus der Lunge. Ist die Lunge in Ihrer Funktion der Atmung beeinträchtigt, hat dies auch negative Auswirkungen auf unser Immunsystem. So kann z. B. regelmäßiges Rauchen nicht nur den Sauerstoffaustausch beeinflussen, sondern auch das Immunsystem nachhaltig schwächen; d. h. der Körper wird anfälliger für Krankheiten.

Das vegetative Nervensystem z. B. beeinflusst unter anderem die Grundspannung im Körper. So kann es vorkommen, dass immunologische Prozesse auch Auswirkungen auf unser Muskelsystem haben, was sich nicht selten durch Rückenschmerzen äußert...

Dieses Spiel komplexer Zusammenhänge kann man beliebig weiter spielen.

Zum Schluss steht die Erkenntnis "in omni totum": alles ist mit allem verbunden.

Welche äußerlichen Einflüsse wirken also auf unseren Körper so ein, dass sichtbare (oder fühlbare) Veränderungen auftreten? Hierzu gibt es unzählige Beispiele, von denen ich im Folgenden nur zwei anführen möchte.

  1. Die Ernährung 

"Du bist, was du isst" ist ein bekanntes Zitat, welches ich aus meinen Erfahrungen noch erweitern würde zu "Du bist, was du verdauen kannst"! Bezogen auf das Immunsystem können auch hier wieder entsprechende Zusammenhänge erläutert werden: letztendlich landet alles, was man sich einverleibt, im Darm. Der Darm gilt als größtes lymphatisches Organ und ist mit seiner Darmflora entscheidend für die Funktionalität des Immunsystems verantwortlich. Wie weit der Darm auch unser Verhalten beeinflusst, demonstriert die Dokumentation "Der kluge Bauch", welche auf "YouTube" zu finden ist.

  1. Der sogenannte Stress

Je nachdem, wie das persönliche Stressempfinden ist, kommt es im Körper zu unterschiedlichen Reaktionen. Wird der Stress zu groß, schüttet der Körper Cortisol aus. Dies kann positiv oder negativ empfunden werden. In der Fachsprache heißt dies Eustress (gut tuender Stress) bzw. Dysstress (nicht gut tuender Stress). Weiter oben ist beschrieben, wie dies wiederum unser Immunsystem beeinflusst. Der sogenannte Stress tritt in den unterschiedlichsten Bereichen auf. So können soziale Aspekte, z. B. Stress mit dem Lebenspartner oder mit Eltern, dem Arbeitgeber, usw. genauso wie thermischer Stress (Hitze oder Kälte) oder emotionaler Stress (Leistungsdruck, Ängste, …) den Körper beeinflussen.

 

Man sollte sich als Therapeut, Arzt, Heilpraktiker etc. also nicht nur mit Körperlichkeiten auskennen, sondern auch ein klein bisschen Psychologe sein, genauso wie Ernährungsberater, Physiker, Philosoph, Eheberater, Finanzberater, Politiker, Seelsorger, Pädagoge, Astrologe, Chemiker oder auch Rutengänger....

Für mich bedeutet Ganzheitlichkeit alles, was im Körper passiert und sich gegenseitig beeinflusst. Und alle Ebenen, welche von Außen auf uns einwirken, sprich das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele mit ihren Wechselwirkungen der Umwelt.

Zum Schluss bleibt nur noch die Erkenntnis, dass ein Mensch allein nie alles wissen kann und dass ein Menschenleben nicht ausreichen wird, alles zu lernen.

Deshalb behaupte ich, dass ich zwar einen ganzheitlichen Gedanken habe, aber ganzheitlich zu behandeln, nach allen genannten Aspekten und denen, welche ich evtl. vergessen habe, ist etwas zu groß gesprochen.

Egal, welcher Berufsgruppe man im Gesundheitsbereich angehört. Jeder versucht auf seine Weise den Patienten zu helfen. Alle verfolgen dasselbe Ziel. Aber was dem einen nützt, muss dem anderen noch längst nichts taugen. Wie Hanne Marquart einmal sagte: "Jedem Patienten das Seine, nicht das Gleiche"!

 

Ralf Möhler

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